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Due Diligence

Auch: Unternehmensprüfung · Sorgfaltsprüfung · DD · Ankaufsprüfung

Kurz gesagt

Die Due Diligence (DD) ist die strukturierte Unternehmensprüfung durch den Kaufinteressenten und seine Berater: Zahlen, Verträge, Recht, Steuern, Personal. Ihre Ergebnisse fließen unmittelbar in Kaufpreis, Garantien und Struktur ein. Was hier gefunden wird, kostet Geld; was hier fehlt, kostet Vertrauen.

Was wird bei einer Due Diligence geprüft?

Auf Deutsch heißt sie auch Sorgfaltsprüfung oder Ankaufsprüfung. Der Umfang richtet sich nach Größe und Struktur der Transaktion. Bei einem mittelständischen Betrieb sind üblicherweise vier Bereiche betroffen: die wirtschaftliche Prüfung (Financial Due Diligence: Ergebnisentwicklung, Bereinigungen, Planung, Kundenstruktur), die rechtliche Prüfung (Legal Due Diligence: Gesellschaftsverträge, Kunden- und Lieferantenverträge, Miete, Genehmigungen, Rechtsstreitigkeiten), die steuerliche Prüfung (Tax Due Diligence: Erklärungen, Betriebsprüfungen, offene Risiken) und die personelle Prüfung (HR Due Diligence: Verträge, Zusagen, betriebliche Übung, Altersversorgung).

Beim Anteilskauf fällt sie regelmäßig tiefer aus als beim Kauf einzelner Wirtschaftsgüter, weil der Käufer dort auch alles übernimmt, was er nicht kennt.

Was passiert mit den Ergebnissen der Due Diligence?

Ein Fund führt selten zum Abbruch. Er führt zu einer von vier Reaktionen: einem Preisabschlag, einer Garantie oder Freistellung im Vertrag, einem Kaufpreiseinbehalt bis zur Klärung oder einer Vollzugsbedingung, bei der der Punkt vor der Übergabe bereinigt sein muss.

Für den Verkäufer heißt das: Ein früh offengelegtes Problem kostet einen Abschlag. Ein spät entdecktes Problem kostet einen Abschlag und die Glaubwürdigkeit für alles andere, was er gesagt hat. Der Unterschied zwischen beiden ist in der Praxis erheblich.

Wie bereitet sich ein Verkäufer auf die Due Diligence vor?

Am besten vorbereitet ist, wer die Prüfung gedanklich vorwegnimmt: Unterlagen vollständig und geordnet bereitlegen, offene Punkte selbst benennen, Bereinigungen mit Belegen unterlegen, Verträge auf Change-of-Control-Klauseln durchsehen, die steuerliche Lage klären.

Das ist keine Kosmetik, sondern Verhandlungsvorbereitung. Ein Betrieb, dessen Unterlagen in drei Tagen bereitstehen, wirkt geführt. Ein Betrieb, bei dem jede Nachfrage Wochen dauert, weckt Zweifel an allem, auch an dem, was in Ordnung ist.

Was das praktisch bedeutet

Für Verkäufer

Die eigene Prüfung vor der fremden: Wer die kritischen Punkte kennt, bevor der Interessent sie findet, entscheidet selbst, wie er sie einordnet. Lässt der Verkäufer diese Prüfung von externen Prüfern als förmlichen Bericht erstellen, heißt sie Vendor Due Diligence.

Für Käufer

Üblich ist, den Umfang an der Größe auszurichten. Eine Prüfung, die mehr kostet als das Risiko, das sie ausschließt, ist keine Sorgfalt, sondern Aufwand.

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