Ist der Rechner wirklich kostenlos?
Ja. Der Rechner steht ohne Registrierung, ohne Testphase und ohne Zahlungsdaten zur Verfügung. Sie sehen das vollständige Ergebnis unmittelbar nach Ihrer Eingabe. Es gibt keine Bezahlversion, die mehr anzeigt.
Muss ich meine E-Mail-Adresse angeben?
Nein. Wir fragen weder E-Mail-Adresse noch Telefonnummer ab — weder vor noch nach der Berechnung. Ihre Eingaben werden nicht an uns übertragen, denn die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser. Damit Sie später weiterarbeiten können, bleiben die Werte lokal auf Ihrem Gerät gespeichert; über die Schaltfläche Zurücksetzen sind sie sofort gelöscht.
Welche Zahlen brauche ich?
Im Minimum Ihre Branche, das EBIT eines repräsentativen Jahres und die Abschreibungen; ohne sie fällt der Wert zu niedrig aus. Alles Weitere verfeinert das Ergebnis: Bereinigungen korrigieren Sondereffekte und ein untypisches Geschäftsführergehalt, liquide Mittel und Verbindlichkeiten führen vom Unternehmenswert zum Wert Ihrer Anteile.
Was ist das EBIT und wo finde ich es?
Das EBIT ist das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern, nicht der Jahresüberschuss. Sie finden es in der Gewinn- und Verlustrechnung Ihres Jahresabschlusses oder in der BWA. Als Faustregel: Jahresüberschuss plus Steuern vom Einkommen und Ertrag plus Zinsaufwand minus Zinserträge. Verwenden Sie ein repräsentatives Jahr oder den Durchschnitt der letzten zwei bis drei Jahre.
Wie genau ist das Ergebnis?
Es ist eine Indikation, keine Bewertung. Das Multiplikatorverfahren überträgt Preisrelationen, wie sie für Unternehmen einer Branche typisch sind, auf Ihr Ergebnis; die Branchenwerte sind Orientierungswerte, deren Festlegung und Prüfung auf der Methodik-Seite stehen. Ihr Unternehmen im Einzelnen kennt der Rechner nicht. Deshalb zeigt er neben dem Ausgangswert immer die Bandbreite der Branche. Der tatsächliche Preis entsteht in der Verhandlung.
Warum liegt der Wert unter meiner Erwartung?
Dafür gibt es drei typische Gründe. Erstens rechnet das Verfahren auf dem Ergebnis, nicht auf dem Umsatz. Zweitens werden kleinere Unternehmen am Markt mit einem Abschlag bewertet, weil sie stärker von einer Person abhängen und weniger Bieter anziehen. Drittens wird die Nettoverschuldung abgezogen: Die Anteile an einem Unternehmen mit Bankdarlehen sind weniger wert als an demselben Unternehmen ohne, auch wenn der Betrieb selbst gleich viel wert ist.
Ersetzt das ein Gutachten nach IDW S 1?
Nein. Für Erbauseinandersetzungen, Abfindungen, Gesellschafterstreitigkeiten oder vor Gericht brauchen Sie eine individuelle Bewertung durch einen Wirtschaftsprüfer oder Bewertungsexperten, in der Regel nach dem Ertragswertverfahren gemäß IDW S 1. Gegenüber dem Finanzamt gelten die Regeln des Bewertungsgesetzes, das auch ein vereinfachtes Ertragswertverfahren kennt. Dieser Rechner liefert die Größenordnung für Ihre eigene Orientierung und für ein erstes Gespräch.
Woher stammen die Multiplikatoren?
Die Branchenwerte sind eigene, gerundete Orientierungswerte von Gesellschafter24, keine Auswertung einer Datenbank: Kaufpreise im Mittelstand werden kaum veröffentlicht. Wir prüfen sie mit einer festen Regel gegen die frei zugänglichen Bewertungen börsennotierter europäischer Unternehmen (Prof. Aswath Damodaran, NYU Stern): Je Branche liegt unser Höchstwert bei höchstens 80 Prozent und unser Richtwert (der gesetzte Ausgangswert je Branche) bei höchstens 70 Prozent des Börsenvergleichswerts, weil kleinere, nicht börsennotierte Unternehmen niedriger bewertet werden. Die Prüfung je Branche (Vergleichsgruppe, Börsenwert, Anteile) und die Quellen stehen auf der Methodik-Seite. Zur Methodik-Seite
Wie steigere ich den Wert vor einem Verkauf?
Am stärksten wirken drei Hebel, und alle brauchen Vorlauf: wiederkehrende Umsätze aufbauen, die Abhängigkeit vom Inhaber verringern durch eine zweite Führungsebene und dokumentierte Prozesse, sowie Klumpenrisiken abbauen, also die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden. Wer zwei bis drei Jahre vor dem Verkauf damit beginnt, verschiebt den Multiplikator innerhalb der Branchenspanne spürbar nach oben.