Vergleichsgruppen nach der Brancheneinteilung von Prof. Damodaran; die Kennzahl umfasst nur die Unternehmen der Gruppe mit positivem EBITDA. Jede Branche ordnen wir der Gruppe zu, die ihr Geschäftsmodell am besten abbildet; kommen mehrere gleich gut passende Gruppen in Frage, nehmen wir die strengere (niedrigere), sofern sie mindestens 20 Unternehmen umfasst. Sammelbranchen, die keine einzelne Gruppe abbildet, vergleichen wir mit dem Gesamtmarkt ohne Finanzunternehmen. Eine kleinere Gruppe nehmen wir nur, wenn es keine andere passende gibt; unter 30 Unternehmen kennzeichnen wir eine Gruppe zusätzlich als „kleine Gruppe“, weil einzelne Unternehmen den Aggregatwert dann spürbar bewegen. Die genannte Unternehmenszahl umfasst die ganze Gruppe; wie viele davon ein positives EBITDA haben und in die Kennzahl eingehen, weist die Quelle nicht aus. Ohne gewählte Branche rechnet der Rechner mit dem Standardwert 4,0 bis 6,0 (Richtwert 5,0). Der Richtwert ist der Ausgangswert des Rechners innerhalb der Bandbreite, nicht deren rechnerische Mitte.
Besondere Zuordnungen: Industrie & Produktion und Sonstige vergleichen wir mit dem Gesamtmarkt ohne Finanzunternehmen (10,77x, 5.757 Unternehmen), weil keine einzelne Gruppe diese Sammelbranchen abbildet; Banken und Versicherungen bleiben außen vor, weil ihr EBITDA nicht vergleichbar ist. Die Industriegruppen liegen weit auseinander: Unser Höchstwert für Industrie & Produktion (7,0x) entspräche bei Luft- und Raumfahrt (21,62x) 32 Prozent, beim Maschinenbau (14,98x) 47 Prozent, bei Verpackung (8,34x) 84 Prozent, bei Stahl (8,27x) 85 Prozent, beim Schiffbau (6,65x) 105 Prozent und bei Autozulieferern (5,81x) 120 Prozent. Für Zulieferer und Grundstoffbetriebe spricht der Börsenvergleich deshalb eher für das untere Ende der Bandbreite; der Rechner weist bei dieser Branche darauf hin. Immobiliendienstleistungen (Verwaltung, Vermittlung) zu „Business & Consumer Services“, weil „Real Estate (Operations & Services)“ (24,55x) vor allem Bestandshalter abbildet. E-Commerce ersatzweise zur strengeren Gruppe „Software (Internet)“ statt zu „Retail (Special Lines)“ (14,06x). Gastronomie & Hotel zu „Restaurant/Dining“; auch mit der niedrigeren Gruppe „Hotel/Gaming“ (10,92x), die zudem Glücksspielunternehmen umfasst, wäre die Prüfregel eingehalten (Höchstwert 41 Prozent). Handel zu „Retail (Distributors)“, der größten Handelsgruppe (117 Unternehmen); auch mit den niedrigeren Gruppen „Retail (Grocery and Food)“ (9,73x) und „Retail (Building Supply)“ (9,28x) wäre die Prüfregel eingehalten (Höchstwert höchstens 54 Prozent). Energie zu „Power“ (69 Unternehmen), weil „Utility (General)“ nur 18 umfasst; mit dieser Gruppe (7,58x) lägen die Energie-Werte über der Prüfregel (Höchstwert 92 Prozent, Richtwert 79 Prozent), auch deshalb sind sie als Schätzwert markiert.
„Schätzwert“ kennzeichnet Branchen, bei denen auch der Börsenvergleich wenig trägt: weil das EBITDA dort wenig aussagt (Finanzen & Recht, Versicherung), weil die Vergleichsgruppe klein ist oder andere Geschäftsmodelle abbildet (Bildung & Beratung, Immobilien (Verwaltung, Vermittlung), E-Commerce, Medizin & Gesundheit) oder weil Anlagen- und Projektgeschäft die Börsenwerte prägt (Energie, Erneuerbare Energien). „Kleine Gruppe“ steht bei weniger als 30 Unternehmen. Bei Versicherungen ist die Datenzeile zudem in sich nicht schlüssig: EV/EBIT (7,55x) liegt unter EV/EBITDA (8,07x).